Seit über 50 Jahren beliefern wir Privathaushalte und Betriebe mit Heizöl, Diesel, Benzin und Holzpellets. Mit dem CO₂-Preis ist eine Frage dazugekommen, die viele Kunden beschäftigt: Was verursacht mein Brennstoff an Emissionen, und was zahle ich dafür? Der Rechner beantwortet beides — für jedes Jahr seit 2021.
Der CO₂-Preis in Deutschland
Grundlage ist das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG). Seit dem 1. Januar 2021 müssen Unternehmen, die Heizöl, Erdgas, Benzin oder Diesel in Verkehr bringen, für die entstehenden CO₂-Emissionen Zertifikate erwerben. Diese Kosten sind im Brennstoffpreis enthalten — bei Heizöl sind es 2026 rund 20,7 Cent je Liter.
Bis 2025 war der Preis je Tonne CO₂ gesetzlich festgelegt. Seit dem 1. Juli 2026 werden die Zertifikate versteigert, innerhalb eines Korridors von 55 bis 65 Euro. Bislang wurde in jeder Auktion die Obergrenze von 65 Euro erreicht. Ab 2028 löst der europäische Emissionshandel ETS 2 das nationale System ab; der Preis bildet sich dann frei am Markt.
| Jahr | CO₂-Preis je Tonne | Heizöl | Status |
|---|---|---|---|
| 2021 | 25 € | 7,96 ct/l | Festpreis |
| 2022 | 30 € | 9,55 ct/l | Festpreis |
| 2023 | 30 € | 9,55 ct/l | Festpreis |
| 2024 | 45 € | 14,33 ct/l | Festpreis |
| 2025 | 55 € | 17,51 ct/l | Festpreis |
| 2026 | 65 € | 20,70 ct/l | Versteigerung, Korridor 55–65 € |
| 2027 | 65 € | 20,70 ct/l | geplant, Gesetzgebung läuft |
| ab 2028 | Marktpreis | — | EU-Emissionshandel ETS 2 |
Alle Cent-Angaben verstehen sich inklusive 19 % Mehrwertsteuer.
Holzpellets: kein CO₂-Preis
Auf Holzpellets fällt keine CO₂-Abgabe an. Der Grund ist nicht ein Emissionsfaktor von null, sondern dass Holz vom nationalen Emissionshandel gar nicht erfasst wird: Das Energiesteuergesetz nimmt Brennholz und Holzpellets ausdrücklich vom Begriff des Energieerzeugnisses aus, und das BEHG knüpft genau daran an. Auch in der Brennstoffliste des Gesetzes steht Holz nicht.
Die Deutsche Emissionshandelsstelle stellt dazu klar, dass Brennholzhändler nicht berechtigt sind, für Pellets zusätzliche CO₂-Kosten zu erheben. Wer von Heizöl auf Pellets umstellt, spart die Abgabe vollständig — bei 3.000 Litern Heizöl im Jahr sind das über 600 Euro.
Biogenes und fossiles CO₂
Auch bei der Verbrennung von Holzpellets entsteht CO₂ — der Rechner weist diese Menge aus. Sie ist jedoch biogen: Der Baum hat das CO₂ zuvor beim Wachsen aus der Luft gebunden. Es gelangt also kein zusätzlicher Kohlenstoff in die Atmosphäre. Bei Heizöl, Diesel und Benzin ist das anders — deren Kohlenstoff lag seit Jahrmillionen im Boden und kommt durch die Verbrennung neu hinzu. Genau darauf zielt die CO₂-Abgabe.
Hinweis für Mieterinnen und Mieter
Versorgen Sie sich als Mieter selbst mit Brennstoff, haben Sie gegenüber der Vermieterin oder dem Vermieter einen Erstattungsanspruch für einen Teil der CO₂-Kosten. Grundlage sind § 6 Absatz 2 und § 8 Absatz 2 des Kohlendioxidkostenaufteilungsgesetzes (CO₂KostAufG). Wie hoch der Anteil ausfällt, richtet sich bei Wohngebäuden nach dem energetischen Zustand des Gebäudes.
Woher die Zahlen stammen
Für Heizöl, Diesel und Benzin rechnen wir mit den amtlichen Standardwerten der Emissionsberichterstattungsverordnung 2030 (EBeV 2030, Anlage 2 Teil 4) — exakt den Faktoren, mit denen die CO₂-Abgabe gesetzlich berechnet wird. Heizöl und Diesel sind dort identisch bewertet, für den Gesetzgeber ist beides „Gasöl“. Der Emissionsfaktor für Holz stammt vom Umweltbundesamt, der Heizwert für Pellets vom Deutschen Pelletinstitut.
Die Angaben dienen der Orientierung. Maßgeblich für Ihre Abrechnung sind die Werte auf der jeweiligen Rechnung. Stand: August 2026.
Fragen zu Ihrem Brennstoff oder zur Umstellung auf Holzpellets? Sprechen Sie uns an — oder berechnen Sie direkt Ihren aktuellen Preis.