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Heizkosten vergleichen: was Heizöl und Holzpellets wirklich kosten

Heizkosten vergleichen klingt einfach — und geht doch oft schief: Ein Liter Heizöl und ein Kilogramm Holzpellets lassen sich nicht direkt nebeneinanderlegen, weil in beiden unterschiedlich viel Energie steckt. Wer nur die Preisschilder vergleicht, zieht deshalb schnell den falschen Schluss. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, wie der ehrliche Vergleich funktioniert — und wo Sie ihn auf unserer Website jederzeit selbst nachsehen können.

Wir liefern seit Jahrzehnten Heizöl und seit vielen Jahren auch Holzpellets aus Wertingen in die Region — wir haben also kein Interesse daran, einen der beiden Brennstoffe schönzurechnen. Genau deshalb erklären wir die Rechnung offen — und zeigen dabei auch, warum beide Brennstoffe für Sie eine solide Wahl bleiben.

Warum Literpreis und Kilopreis in die Irre führen

Heizöl wird in Litern verkauft, Pellets in Kilogramm oder Tonnen — schon die Einheiten passen nicht zusammen. Entscheidend ist der Energiegehalt: Ein Liter Heizöl enthält nach den amtlichen Standardwerten rund 10 Kilowattstunden Energie, ein Kilogramm Pellets nach den Zahlen des Deutschen Pelletinstituts rund 4,9 Kilowattstunden.

Als Faustregel ersetzen also etwa zwei Kilogramm Pellets einen Liter Heizöl. Erst wenn Sie beide Preise auf dieselbe Kilowattstunde umrechnen, vergleichen Sie tatsächlich Energie mit Energie — und nicht Äpfel mit Birnen.

Die ehrliche Vergleichsgröße: Cent je Kilowattstunde Wärme

Ein zweiter Schritt gehört dazu: Keine Heizung macht aus der eingekauften Energie vollständig Wärme. Von der Energie, die Sie einkaufen, kommen bei einem modernen Öl- oder Pelletkessel rund 88 Prozent als Wärme im Haus an; Gas-Brennwertgeräte erreichen etwa 96 Prozent — mit genau diesen Annahmen rechnet auch unser Energiepreis-Vergleich. Deshalb teilt man den Energiepreis durch den Wirkungsgrad — und erhält die Kosten je Kilowattstunde Wärme.

Dieselbe Logik macht übrigens auch die Wärmepumpe vergleichbar: Sie gewinnt aus einer Kilowattstunde Strom rund drei Kilowattstunden Wärme — als Jahresarbeitszahl setzen wir den Feldtest-Mittelwert des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme für bestehende Gebäude an. Ihren teuren Strompreis direkt neben den Heizölpreis zu legen, wäre genauso schief wie der Liter-Kilo-Vergleich.

Zehn Jahre auf einen Blick: unser Energiepreis-Vergleich

Damit Sie das nicht selbst ausrechnen müssen, gibt es auf unserer Website den Energiepreis-Vergleich: Er zeigt für Heizöl, Holzpellets, Erdgas und Wärmepumpe die Kosten je Kilowattstunde Wärme — monatsgenau über bis zu zehn Jahre. Bei Heizöl und Pellets stecken darin ab 2022 beziehungsweise 2023 unsere eigenen Preise; die früheren Jahre und die Gas- und Stromreihen beruhen auf den Statistiken des Statistischen Bundesamts, des Deutschen Pelletinstituts und von Eurostat.

So ehrlich, wie das Werkzeug gebaut ist, ordnen wir auch das Ergebnis ein: Holzpellets lieferten zuletzt die günstigste Wärme aller vier Träger (Stand: Mitte August 2026) — ein starkes Argument für alle, die mit Pellets heizen. Heizöl lag zuletzt am oberen Ende; der Zehn-Jahres-Verlauf zeigt aber ebenso Phasen, in denen Heizöl die günstigste Wärme im Vergleich lieferte, etwa 2016. Solche Verschiebungen gehören zu den Energiemärkten — eine Momentaufnahme ist kein Grund, ein bewährtes Heizsystem infrage zu stellen.

Was der Verlauf über beide Brennstoffe verrät

Spannender als jede Momentaufnahme ist das Muster dahinter. Die beiden Brennstoffe folgen nämlich unterschiedlichen Rhythmen:

  • Holzpellets bewegen sich meist in einem saisonalen Zyklus: ruhigere Preise nach der Heizsaison, anziehende Nachfrage zum Winter. Deshalb wird traditionell im Sommer eingelagert — mehr dazu im Pellets-Ratgeber zu Qualität und Lagerung.
  • Heizöl hängt dagegen am Rohölmarkt und reagiert auf Weltpolitik, Währungen und Logistik — oft von Tag zu Tag. Warum das so ist, erklärt unser Beitrag Warum der Heizölpreis in Bewegung bleibt.

Für Sie heißt das: Bei Pellets lohnt der Blick auf die Jahreszeit, beim Heizöl der Blick auf den eigenen Füllstand und die Marktlage. Genau darin liegt ein oft übersehener Vorteil beider Brennstoffe: Mit eigenem Tank oder Lager kaufen Sie dann, wann es für Sie passt — wer an Gas- oder Stromtarife gebunden ist, zahlt dagegen stets den jeweiligen Vertragspreis.

Mehr als der Energiepreis

Was der Vergleich je Kilowattstunde bewusst nicht abbildet, sind die Kosten der Anlage selbst — vom Kesseltausch über den Einbau bis zur jährlichen Wartung. Ein Systemwechsel ist zunächst eine erhebliche Investition; wer eine funktionierende Öl- oder Pelletheizung besitzt, heizt dagegen mit einer bereits bezahlten Anlage. In der Gesamtrechnung bleibt das Bewährte damit oft die wirtschaftliche Wahl.

Welcher unserer beiden Brennstoffe zu Ihrem Haus passt, haben wir im Beitrag Heizöl vs. Holzpellets beleuchtet. Und ein Kostenpunkt verteilt sich ungleich: Heizöl trägt die CO2-Abgabe, Holzpellets sind davon befreit — die Beträge für Ihre Menge zeigt unser Emissions-Rechner.

Heizkosten vergleichen: so gehen Sie konkret vor

Den langfristigen Verlauf sehen Sie im Energiepreis-Vergleich — Ihren tagesaktuellen Preis für beide Brennstoffe liefert der Rechner: Berechnen Sie unverbindlich Ihren Heizöl- oder Pelletspreis mit Postleitzahl und Menge — den Endbetrag sehen Sie, bevor Sie sich entscheiden. So vergleichen Sie nicht mit Durchschnittswerten aus dem Internet, sondern mit dem Preis, der für Ihre Lieferung wirklich gilt.

Häufige Fragen

Was ist günstiger: Heizöl oder Holzpellets?

Gemessen in Cent je Kilowattstunde Wärme lieferten Holzpellets zuletzt die günstigste Wärme, Heizöl lag am oberen Ende (Stand: Mitte August 2026). Das Verhältnis verschiebt sich mit den Märkten immer wieder — und für die Gesamtrechnung zählt auch, dass eine vorhandene Heizung bereits bezahlt ist. Den aktuellen Stand sehen Sie jederzeit in unserem Energiepreis-Vergleich.

Wie viele Kilogramm Pellets entsprechen einem Liter Heizöl?

Ein Liter Heizöl enthält rund 10 Kilowattstunden Energie, ein Kilogramm Pellets rund 4,9 Kilowattstunden. Als Faustregel ersetzen also etwa zwei Kilogramm Pellets einen Liter Heizöl. Für den Preisvergleich rechnen Sie beide Brennstoffe am besten auf denselben Kilowattstunden-Preis um.

Warum vergleicht man Heizkosten je Kilowattstunde Wärme und nicht je Liter?

Weil Liter und Kilogramm unterschiedlich viel Energie enthalten und keine Heizung die eingekaufte Energie vollständig in Wärme umsetzt. Erst der Preis je Kilowattstunde Wärme — Energiepreis geteilt durch den Wirkungsgrad der Anlage — macht Heizöl, Pellets, Gas und Wärmepumpe wirklich vergleichbar.

Wo sehe ich die aktuellen Preise für Heizöl und Pellets?

Ihren tagesaktuellen Preis für Ihre Postleitzahl und Menge berechnen Sie unverbindlich in unserem Preisrechner — für Heizöl und Holzpellets. Die langfristige Entwicklung je Kilowattstunde Wärme zeigt der Energiepreis-Vergleich auf unserer Website.

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